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Weltnaturerbe Grumsin

Im Frühjahr 1994 habe ich ihn kennengelernt und - Nein - es war keine heiße Liebe auf den allerersten Blick. 8 Jahre habe ich direkt am Südrand dieses alten Waldes gelebt und bei jeder Erkundung etwas Neues erlebt:

Blühende Moore, Fieberklee und Wasserfedern, Spuren früherer Bewohner, zerschlagene Steine, angeschnittene Endmoränen, verzauberte Seen, liebestolle Rehe und Hirsche, wilde Kühe, die Jahreszeiten im Buchenwald, Wind in den Wipfeln, Wasserrauschen in nassen Jahren, Mufflons, Nagelflecke und ...

Wir haben uns aneinander angenähert, Erlebnis für Erlebnis und dreimal Ja - längst- ist er mein schönster Wald der Welt.

Dass der Grumsin im Rahmen einer Erbengemeinschaft am 25. Juni 2011 zum 3. Weltnaturerbe Deutschlands gekürt wurde, ist verdient. Wer sich dem würdigen Wald annähern möchte, kann hier beim Lesen alter Berichte und aktueller Reportagen eintreten.


Es ist geschafft!

Am 25. Juni 2011 war der lange Weg zum Weltnaturerbe geschafft. Was war das für eine Anspannung. Nachdem dieser Status in den letzen entscheidenden Stunden in Paris noch heftig umstritten war, durfte endlich gefeiert werden. Durch den Grumsin hallte der Glockenklang aus Altkünkendorf: Freudenglockenhell. Gefeiert wurde, zu Recht. Doch jetzt beginnt die Arbeit.

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Vorgeschmack: Exkursion durch den Grumsin

Auch im nebeltristen Herbst entfaltet der Buchenwald mit bunten Graniten auf einer eiszeitlich gefalteten Achterbahnlandschaft seine erstaunlichen Reize. Gewußt wo und gewußt, warum: Michael Luthardt erschließt seinen Gästen den Grumsin. Kommen Sie einfach mit...

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Das Geheimnis der Rotbuchenwälder

Rotbuchen sind weltweit betrachtet eine rare Baumart. Aber wie so oft, auch selten ist relativ. Rotbuchen haben Deutschland nach der Eiszeit erst vor rund 5000 Jahren wieder besiedelt. Dann aber mit Macht. Hauf mehr als 90 Prozent unserer Landesfläche hohe schlanke Rotbuchen wachsen. Hat er aber und so bleibt der Rotbuche nur ein Bruchteil ihres natürlichen Areals. Das ändert nichts an einigen erstaunlichen Fertigkeiten wie Bescheidenheit, Geduld und ihrer perekten Verdunklungskünste.

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Wilde Rinder im Grumsin

1999 hat alles begonnen. Einige Hausrinder brachen aus, lernten das wilde Leben lieben und genossen die drei schönsten Sommer ihres Daseins. Über die Winter schweigen wir.

Ständig war ich auf ihrer Spur, mit dem Rad, zu Fuß und auf allen vieren. Sie haben mein Leben mit ihrer scheuen so gar nicht zu plumpkugelrunden Milchmaschinenart unglaublich bereichert. Das Zentrum ihrer Aktivitäten war der Grumsin. Bis zum bitteren Ende.

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